Elite weg, Geld da

„Die traditionellen europäischen Eliten waren relativ homogene Milieus, die sich durch eine bestimmte Kultur, Erziehung und soziales Benehmen auszeichneten. Dank dieser elitären Kultur unterschieden sie sich von der Masse. Wer zur Elite gehörte, konnte anhand von Sprache und Umgangsformen leicht identifiziert werden. Derart homogene Milieus können in unserer Zeit meiner Meinung nach nicht mehr entstehen.“, meint Kulturphilosoph Boris Groys in einem Interview mit Thomas Köster. Trotz alledem hofft er als guter Kulturmensch auf die Kunst: „Die heutige Kunst versucht, Gegenprozesse und Gegenmodelle der Kooperation in Gang zu setzen, die soziale Alternativen aufzeigen: Das ist hier viel wichtiger, als einzelne Kunstwerke zu schaffen.“ Denn: „Unsere Gesellschaft ist leider so organisiert, dass in ihr nicht Wissen und Sprache, sondern Geld die entscheidende Rolle spielt.“ Das ganze Gespräch  lesen

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