Short Rückschau Shortcut

Christine Brinkmann kritisch, kurz&knapp zum Kongress Shortcut Europe

Die Themen schafften auf den ersten Blick einen Rundumschlag, welches es mir nicht leicht machte, sich für ein Forum im jeweiligen Block zu entscheiden. Die Vorträge in den Foren waren kurzweilig, nachhaltig, aber leider in den meisten Fällen immer viel zu lang. Wenig Zeit blieb so in den einzelnen Foren für eine tiefer gehende Diskussion. Das war schade, denn gerade hier wurden viele Initiativen, Projekte und Arbeitsbereiche aus anderen Ländern vorgestellt und vor allem die Erfahrungen der einzelne Referent/-innen konnten leider nicht in Gänze genutzt werden. Doch wie es bei solchen Kongressen oft und auch hier der Fall war, gerade die Pausen, die Abende und die Exkursion schafften hier Abhilfe. Denn dort wurde das weitergeführt, was in den Beiträgen nicht möglich war – einen langen intensiven Austausch mit Kulturschaffenden.

Viele Beiträge kamen einem im nach hinein bekannt vor, viele Themen wurden und werden in den Zentren schon (lange und immer wieder) diskutiert und doch fehlt es oft, dass die Kulturpolitik vor Ort in den Prozessen beteiligt ist und die Strategien und Ideen mitträgt. Denn diese war weder auf dem Kongress vertreten noch hat sie den Verlauf der Diskussion verfolgt. Schade, dass hier ständig Chancen vertan werden…

Christine Brinkmann arbeitet als Kulturvermittlerin  und Veranstalterin in der Soziokultur und dem Düsseldorfer Zentrum ZAKK

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