Kurz & Knapp

Städte der Welt

Donnerstag, 20. Mai 2010

Im STADTMUSEUM Düsseldorf sind ab dem 29. Mai frühe Farbfotografien aus der Sammlung des Elsässers Albert Kahn zu sehen. Zwischen 1909 und 1931 beauftragte er Fotografen mit der Dokumentation des Lebens in Gesellschaften auf dem ganzen Erde, ob in Marokko, Schweden oder in der Mongolei. Es entstanden dabei rund 72.000 Aufnahmen, darunter die ersten Farbfotografien, aus denen er seine einzigartigen „Archive des Planeten“ zusammenstellte. Das STADTMUSEUM widmet als erstes deutsches Museum dieser einzigartigen Sammlung eine Ausstellung-  in Kooperation mit dem Départment des Hauts-de-Seine – Musée Albert-Kahn.

Interkulturelle Ausrichtung

Donnerstag, 20. Mai 2010

Angesichts der aktuellen Krise geht es in Europa ein neues Gesellschaftsmodells in einem multipolaren Weltsystem. „Dabei geht es um den Grad der Öffnung und, gleichzeitig, der Selbstbestimmung auf der Grundlage eines gemeinsam zu diskutierenden Verhältnisses von Politik und Ökonomie/Ökologie, von Markt und sozialem Ausgleich – letztlich geht es um eine neue Definition von sozialer Marktwirtschaft“, schreibt Gilbert Zibura in der aktuellen Ausgabe der Genshagener Papiere . Die Stiftung Genshagen befasst sich auch mit der „Kunst- und Kulturvermittlung in Europa“. Dazu gehört sowohl der strategische Dialog zwischen Experten, als auch die konkrete künstlerisch-kulturelle Projektarbeit. Im Fokus steht dabei die Pluralisierung der europäischen Gesellschaften, ihre ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt, im Mittelpunkt der Entwicklung ihrer kulturellen Bildungsprojekte stehen: „Die interkulturelle Ausrichtung der kulturellen Bildung ist eine zentrale Herausforderung für alle europäischen Bildungssysteme zur Garantierung der nationalen, aber auch der europäischen Kohäsion.“ Christel Hartmann-Fritsch vertritt die Stiftung bei Short Cut Europe.

Existenzminimum sichern

Montag, 17. Mai 2010

Das Bundesverfassungsgericht hat über Hartz IV entschieden. Aber missverständliche Formulierungen könnten die politische Ebene ermuntern, die bisherige Linie fortzusetzen, statt die Aufträge des Gerichts für die Zukunft umzusetzen, meint die Duisburger Juristin Helga Spindler . Deshalb kommt es jetzt darauf an, gesichertes Datenmaterial zur Hartz-IV-Wirklichkeit zu sammeln.  Weiterlesen

Glückwunsch

Montag, 17. Mai 2010

Dieser Tage wird die Schweizer Stiftung Pro Helvetia 70 Jahre alt. Sie wurde 1939 vor allem gegründet, um die Schweizer Kultur vor dem Einfluss der Nazis zu bewahren. Heute sieht Pius Knüsel, der Stiftungschef, ihre Aufgabe vor allem darin, der latenten „Renationalisierungstendenz“ in der Schweiz entgegen zu wirken. Knüsl: „In der Kulturpolitik finde ich das wichtig. Deshalb denken wir, dass gerade der internationale Kulturaustausch grosszügiger ausgestattet werden sollte.“ Zum Jubiläum ist auch das  Buch «Zwischen Kultur und Politik. Pro Helvetia 1939 bis 2009» erschienen, für das fünf Historiker in Archiven des Bundes und anderer kulturpolitischer Akteure geforscht haben.

Pius Knüsel wird an dem Abschluss-Gespräch Kultur für alle: Illusion oder konkrete Utopie?“ von Short Cut Europe 2010 teilnehmen.

Soziale Ausgrenzung

Montag, 17. Mai 2010

Anlässlich des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung lädt das  Centre for Parliamentary Studies am 29. Juni zu einem internationalen Symposion nach Brüssel. Themen sind u.a. das neue Kommissionspapier “Europa 2020” und Fragen der Armutsbekämpfung in europäischen Rahmen:  Abstract and Programme

Hartz IV – ein Erfolg?

Samstag, 8. Mai 2010

Exklusion und Inklusion am Beispiel Hartz IV: Im DeutschlandRadio Kultur diskutierten Claudia Bogedan mit Dr. Ulrich Schneider, Parlamentarischer Wohlfahrtsverband, Holger Schäfer, IW und Dr. Petra Kupka, IAB, über Probleme der Hartz-Reformen und Anforderungen an eine nachhaltige und würdige Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose. Den vollständigen Beitrag der Sendung Wortwechsel vom 05.02.2010 können Sie hier nachhören

PlusPunkt KULTUR

Freitag, 7. Mai 2010

Noch bis zum 31. Juli 2010 können junge, engagierte Menschen am Wettbewerb PlusPunkt KULTUR teilnehmen. Der bundesweite Engagementwettbewerb für junges Engagement in der Kultur findet unter der Schirmherrschaft von Bundesjugendministerin Kristina Schröder statt. Gesucht werden 30 überzeugende Projekte oder Projektkonzepte. Ziel des Wettbewerbs: junge Menschen ausdrücklich dazu zu motivieren, sich langfristig im kulturellen Bereich zu engagieren. Das Motto: „Dein Projekt, deine Idee und deine 1.000 Euro“. Trägerin des Engagementwettbewerbs ist die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) . Hier weiterlesen

Soziale Ungleichheit

Donnerstag, 6. Mai 2010

„Nach Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte soll jeder – unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialer Herkunft – Zugang zu Bildung haben. Vergleichsstudien wie PISA oder IGLU zeigen jedoch, dass Bildungserfolg und Bildungsbeteiligung von der sozialen Herkunft der Kinder abhängen.“, notiert die Sozialwissenschaftlerin Daniela Nold eingangs ihrer Untersuchung zum „Sozioökonomischen Status von Schülerinnen und Schülern“, in dem sie „Ergebnisse des Mikrozensus 2008“ analysiert. Ihr Ergebnis: „Die durchgeführten Analysen zeigen deutlich, dass die Art der besuchten Schule vom sozioökonomischen Hintergrund sowie vom Migrationshintergrund der Schülerinnen und Schüler abhängt und dass sich die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft zwischen den unterschiedlichen Schularten deutlich unterscheidet. Während sozial besser gestellte, bildungsnahe Familien sowie Familien ohne Migrationshintergrund das Potenzial ihrer Kinder stark ausschöpfen, liegen bei bildungsfernen, sozial schwachen Familien sowie Familien mit Migrationshintergrund oftmals Begabungsreserven brach. Soziale Ungleichheiten reproduzieren sich über Generationen hinweg und die Humanressourcen der Gesellschaft werden nicht in optimaler Weise entwickelt und genutzt.“ Weiterlesen beim Bundesamt für Statistik

Integration durch Musik

Donnerstag, 6. Mai 2010

Noch bis zum 30. Juni 2010 läuft die Ausschreibung der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung zur bundesweiten Initiative „Integration durch Musik“. Mit bis zu 5.000 Euro werden vorbildliche Projektideen gefördert, die das Miteinander von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher kultureller Herkunft stärken. Bewerben können sich Kindergärten, Schulen, Vereine und Institutionen oder auch individuelle Initiativen und Akteure mit gemeinnütziger Zielsetzung. Maximal 15 Anträge sollen unterstützt werden. Nähere Angaben bietet die Website der Stiftung an.

Keine Überraschung: Exklusion bei Bildung

Sonntag, 25. April 2010

Eine weitere Studie, diesmal vom Institut für Demoskopie Allensbach, kommt zu dem Ergebnis, dass das deutsche Bildungswesen sozial wenig durchlässig ist und Stipendien als wenig realistische Fördermöglichkeiten angesehen werden. Abiturienten und Studierende kritisieren deren Vergabe in Deutschland. Die haben Zweifel an der Chancengerechtigkeit in den Auswahlprozessen, sehen deutliche Informationsdefizite zu den Förderangeboten und fordern eine stärkere Berücksichtigung der sozialen Verhältnisse. Dies sind einige Ergebnisse der Studie „Großer Bedarf – wenig Förderung. Studienfinanzierung 2010″, die Allensbach im Auftrag des Reemtsma Begabtenförderungswerks erstellt hat. Die repräsentative Umfrage unter rund 3.400 Abiturienten und Studierenden wurde im Februar 2010 durchgeführt. Die Studie weiterlesen