Motiv

Konzept

Short Cut Europe 2010:
Cultural Policy and Social Exclusion. Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung

 

Der Fonds Soziokultur e.V. ist zum zweiten Mal Gastgeber eines internationalen Kongress in der europäischen Veranstaltungsreihe „Shortcut Europe“. Sie fand erstmals 1996 in der damaligen europäischen Kulturhauptstadt Kopenhagen statt. 1999 lud der Fonds zum Thema „Kultur & Konflikt“ nach Weimar, der damaligen Kulturhauptstadt Europas. In diesem Jahr ist die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 der programmatische und regionale Hintergrund der sechsten Shortcut Europe Konferenz

Shortcut Europe versteht sich als europäische Diskurs-Plattform für Einrichtungen und Akteure der Soziokultur. Der diesjährige Kongress geht der Frage nach, ob und wenn, wie soziokulturelle Einrichtungen und Projekte zur aktiven kulturellen Teilhabe sozial benachteiligter Menschen beitragen können. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit insbesondere auf den Zusammenhang von sozialer und kultureller Ausgrenzung in der kulturpolitischen Programmatik und Praxis.

Hintergrund der Aktivitäten des Fonds Soziokultur und seiner Partner ist „Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010“ der EU. Die Union reagiert damit auf soziale Spaltungstendenzen in der Gesellschaft. Auch die Kultur ist davon betroffen. Soziale und kulturelle Ausgrenzung gehen vielmehr Hand in Hand. Die kulturelle Teilhabe ist deshalb zu einem Schlüsselbegriff in der europäischen kulturpolitischen Diskussion geworden. Auch RUHR.2010 hat deshalb die „Soziale Teilhabe“ als Ziel formuliert und will eine „Kulturhauptstadt für alle“ sein.

Aufruf zur Beteiligung

Der Kongress richtet sich an Einrichtungen und Akteure der soziokulturellen Szene im weiteren Sinne, also Vertreter der Soziokulturellen Zentren, der Kinder- und Jugendkulturzentren und der Einrichtungen der kulturellen Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit, die spartenübergreifend ausgerichtet sind und sich einer sozial und gesellschaftlich engagierten Kulturarbeit verpflichtet sehen. Einrichtungen, Akteure und kulturpolitisch Verantwortliche aus europäischen Ländern sind eingeladen, sich an diesem Diskurs zu beteiligen.

Vermittlungs- und Diskursformate

Der Kongress legt Wert auf die Vermittlung von Sachinformationen und den Erfahrungsaustausch der TeilnehmerInnen. Vorträge, Debatten, Vorstellung von Praxisbeispielen, Exkursionen, kulturelle Beiträge und ein Konferenzfest bieten hierfür umfangreiche Möglichkiten. Die Plena sind Themen von großem öffentlichen Interesse verbehalten, während in zehn parallelen Foren vor allem Fach- und Spezialfragen behandelt werden können. Ergänzend dazu werden Exkursionen angeboten, um vor allem den Gästen aus den europäischen Ländern einen unmittelbaren Eindruck von der Soziokultur im Ruhrgebiet zu geben.

Diskussionsforen

Zur Vorbereitung des Kongresses werden zwei Diskussionsforen eingerichtet. Die Kulturpolitischen Mitteilungen werden im Vorfeld regelmäßig über den Kongress und seine Termine informieren. Auf der Kongress-Website www.shortcuteurope2010.eu wird die Kongressthematik im kulturpolitischen Zusammenhang diskutiert und einem größeren Interessentenkreis zugänglich gemacht. Ein regelmäßiger Newsletter informiert über die Debatte.

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