Bildung

Exklusion als Normalfall

Donnerstag, 8. Juli 2010

Jürgen Baumert, Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und Ko-Autor der eben erschienenen neuen TIMSS-Studie „Der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule – Leistungsgerechtigkeit und regionale, soziale und ethnisch-kulturelle Disparitäten“ fasst deren wenig überraschende Ergebnisse zusammen: „Der Lernerfolg an deutschen Schulen ist noch immer eng an den sozialen Status gekoppelt. Die Chancen von Jugendlichen aus der Oberschicht, ein Gymnasium zu besuchen sind derzeit dreimal so hoch, wie die Gleichaltriger aus Arbeiterfamilien.“ Bundesministerin Annette Schavan (CDU) sieht in der Veröffentlichung „ein Plädoyer für ein noch durchlässigeres Bildungssystem.“ In der Studie schreibt Baumert u.a: „Vor rund 30 Jahren diagnostizierte Heiner Meulemann: ‚Ungleichheit im Bildungssystem ist ein Stück sozialer Realität, Chancengleichheit ein normatives Postulat.‘ Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der (bisherigen) Studien ist diese Feststellung aktueller denn je zuvor. Ausgeprägte soziale Disparitäten im (deutschen) Bildungssystem sind ein gut dokumentierter Befund, an dem kaum mehr gezweifelt wird.“

Nachgefragt: Bitte keine Beglückung

Montag, 5. Juli 2010

Noch einmal Pius Knüsel. Bei Shortcut Europe beschäftigte sich der Direktor der Schweizer Pro Helvetia mit den Themen Illusion und konkrete Utopie. Diesmal spricht er sich im Interview über die Besetzung von Gremien, Fragen des Geldes und individuelle Potentiale.

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Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung

Montag, 5. Juli 2010

Rainer Treptow diskutierte  auf der Tagung „Shortcut Europe“, welche Chancen zur Teilhabe Kulturarbeit vermitteln kann. (mehr …)

Ausgrenzung – auch eine Frage der Kulturpolitik?

Montag, 5. Juli 2010

In seinem Eröffnungsvortrag zur Tagung „Shortcut Europe“ erinnert Max Fuchs an die Versprechungen der Moderne und wagt einen Blick in die Realität. (mehr …)

Farbfieber

Dienstag, 8. Juni 2010

Farbfieber ist ein gemeinnütziger Verein, der mit künstlerischen Mitteln die Begegnung und Kommunikation der Menschen anregen will und insbesondere die Völkerverständigung fördert. Hervorgegangen aus der Wandmalgruppe Düsseldorf, die 1978 erste Wandbilder malte, organisiert er seit 1987 zusammen mit dem Künstler Klaus Klinger Projekte zwischen Künstlern aus verschiedenen Nationen. Große öffentliche Wandbilder in vielen Ländern, die positive Zeichen setzen für das Zusammenleben in „Einer Welt“. Bei Shortcut Europe hat er im Forum 5 über „Anders wahrnehmen“ vorgetragen.  Mehr

In Augenhöhe

Dienstag, 8. Juni 2010

Seit 2003 arbeitet KABAWIL e.V. mit Kindern und Jugendlichen. Der Verein hat zwei Säulen: kulturpädagogische Projekte und künstlerische Produktionen. Beziehungsarbeit, pädagogische Begleitung in der Vermittlung von Kulturtechniken der darstellenden und Bildenden Kunst sind Schwerpunkte der kulturpädagogischen Arbeit. Die Entwicklung von professionellen Produktionen steht im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit. Professionelle Künstler und Pädagogen arbeiten und begleiten die Jugendlichen innerhalb aller Projekte. Pädagogik und die Vermittlung künstlerischer Techniken und Arbeitsprozesse begegnen sich auf Augenhöhe. KABAWIL arbeitet mit künstlerischem und pädagogischem Anspruch. Team-Mitglied Petra Kron diskutierte im Forum 8 über „Impulse zum Starkwerden“.  Mehr

Bürgerrecht Kultur verwirklichen

Dienstag, 8. Juni 2010

Aus Anlass des Europäischen Kongresses „Shortcut Europe 2010: Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung“ in Dortmund haben der Fonds Soziokultur, die Kulturpolitische Gesellschaft, die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren und der Bundesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen eine kulturpolitische Erklärung veröffentlicht. (mehr …)

Schulkrise

Donnerstag, 20. Mai 2010

Im Zuge der erregten Reaktionen auf die Zustände in deutschen Schulen hat sich allmählich ein „Schwarzmarkt“ neben dem Bildungssystem herausgebildet. Menschen, die es sich leisten können, engagieren für ihre Kinder zunehmend Nachhilfelehrer, berichtet Christian Geyer in der FAZ . Dabei sind die Kosten für Nachhilfe in der Regel steuerlich noch nicht einmal absetzbar, weil sie zu den „Angelegenheiten des täglichen Lebens“  gehören. Ausnahme: im Falle eines Umzugs aus beruflichen Gründenkönnen sie bis zur Höhe von 1584 Euro geltend gemacht werden.

Kunst allein reicht nicht mehr!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Für mehr Bereitschaft auch zur sozialen Verantwortung in der Kulturpolitik plädiert Kurt Eichler, Vorsitzender des Fonds Soziokultur.

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Sing doch einfach mit

Montag, 17. Mai 2010

Die Singpause an Düsseldorfer Grundschulen – mehr als ein paar Lieder zwischendurch.

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