Künstlerinnen

Elite weg, Geld da

Dienstag, 8. Juni 2010

„Die traditionellen europäischen Eliten waren relativ homogene Milieus, die sich durch eine bestimmte Kultur, Erziehung und soziales Benehmen auszeichneten. Dank dieser elitären Kultur unterschieden sie sich von der Masse. Wer zur Elite gehörte, konnte anhand von Sprache und Umgangsformen leicht identifiziert werden. Derart homogene Milieus können in unserer Zeit meiner Meinung nach nicht mehr entstehen.“, meint Kulturphilosoph Boris Groys in einem Interview mit Thomas Köster. Trotz alledem hofft er als guter Kulturmensch auf die Kunst: „Die heutige Kunst versucht, Gegenprozesse und Gegenmodelle der Kooperation in Gang zu setzen, die soziale Alternativen aufzeigen: Das ist hier viel wichtiger, als einzelne Kunstwerke zu schaffen.“ Denn: „Unsere Gesellschaft ist leider so organisiert, dass in ihr nicht Wissen und Sprache, sondern Geld die entscheidende Rolle spielt.“ Das ganze Gespräch  lesen

Farbfieber

Dienstag, 8. Juni 2010

Farbfieber ist ein gemeinnütziger Verein, der mit künstlerischen Mitteln die Begegnung und Kommunikation der Menschen anregen will und insbesondere die Völkerverständigung fördert. Hervorgegangen aus der Wandmalgruppe Düsseldorf, die 1978 erste Wandbilder malte, organisiert er seit 1987 zusammen mit dem Künstler Klaus Klinger Projekte zwischen Künstlern aus verschiedenen Nationen. Große öffentliche Wandbilder in vielen Ländern, die positive Zeichen setzen für das Zusammenleben in „Einer Welt“. Bei Shortcut Europe hat er im Forum 5 über „Anders wahrnehmen“ vorgetragen.  Mehr

In Augenhöhe

Dienstag, 8. Juni 2010

Seit 2003 arbeitet KABAWIL e.V. mit Kindern und Jugendlichen. Der Verein hat zwei Säulen: kulturpädagogische Projekte und künstlerische Produktionen. Beziehungsarbeit, pädagogische Begleitung in der Vermittlung von Kulturtechniken der darstellenden und Bildenden Kunst sind Schwerpunkte der kulturpädagogischen Arbeit. Die Entwicklung von professionellen Produktionen steht im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit. Professionelle Künstler und Pädagogen arbeiten und begleiten die Jugendlichen innerhalb aller Projekte. Pädagogik und die Vermittlung künstlerischer Techniken und Arbeitsprozesse begegnen sich auf Augenhöhe. KABAWIL arbeitet mit künstlerischem und pädagogischem Anspruch. Team-Mitglied Petra Kron diskutierte im Forum 8 über „Impulse zum Starkwerden“.  Mehr

Creole NRW

Donnerstag, 20. Mai 2010

2010 wird zum dritten Mal der „creole NRW“ stattfinden. Dazu sind Bands aus NRW eingeladen, die im Bereich populärer Musik spielen und sich mit der kulturellen Vielfalt im Musikleben von NRW auseinandersetzen. Der Wettbewerb richtet sich altersunabhängig an Musikgruppen, die über Konzerterfahrungen als semiprofessionelle oder professionelle Musiker verfügen und ihren Wohnsitz im Bundesland haben. So groß das Spektrum der kulturellen Vielfalt in NRW ist, so gering ist oft die Kommunikation zwischen den Bands der verschiedenen Stilrichtungen. Bei creole treffen Ensembles und Kulturen aufeinander.

Creole NRW ist Teil des bundesweiten Festivals Creole, bei dem alle zwei Jahre mehr als 2.500 Musiker miteinander antreten  – erst in ihren Bundesländern, dann zum Finale in Berlin. Mit dem Musikpreis will der Trägerkreis globale Sounds in und aus Deutschland nachhaltig fördern. Die NRW-Ausscheidung findet zwischen dem 7. und 9. Oktober 2010 im Domicil Dortmund statt.

Kunst allein reicht nicht mehr!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Für mehr Bereitschaft auch zur sozialen Verantwortung in der Kulturpolitik plädiert Kurt Eichler, Vorsitzender des Fonds Soziokultur.

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InnenWeltenAußenWelten

Sonntag, 25. April 2010

Außenseiter kennt die Kunstszene viele. Außenseiterkunst ist eine Szene für sich. (mehr …)

Reloaded: Alte Ungleichheiten – neue Spaltungen

Sonntag, 21. März 2010

Die ökonomische Ungleichheit ist auch in der Lebensstilgesellschaft nicht verschwunden, meint der Soziologe Jens Dangschat – erst recht nicht in der kreativen Stadt oder in der kreativen Klasse. (mehr …)

Mit Kindertrage, Rucksack und Spazierstock

Dienstag, 9. März 2010

Kirsten Reckeweg über Best practice der Kulturvermittlung für Kinder und Jugendliche in Norwegen. (mehr …)

Kunst gegen Obdachlosigkeit

Donnerstag, 4. März 2010

Die Düsseldorfer Straßenzeitung fiftyfifty feiert ihr fünfzehnjähriges Jubiläum. Die ihr angeschlossene fiftyfifty Kunstgalerie feiert mit. Die Macher sehen ihr Engagement nicht nur karitativ. (mehr …)

Kultur für lau

Donnerstag, 25. Februar 2010

Als Klaudia Pirc-Pätzoldt vor einigen Jahren in Tokyo studierte, fiel ihr per Zufall ein Buch mit dem Titel “Tokyo for free” in die Hände. Es war ein umfangreicher Veranstaltungskalender, der sich von anderen Angeboten deutlich unterschied. Alle aufgeführten Termine waren umsonst – gut für Studenten und andere Leute mit wenig Geld, aber auch interessant für sonstige Kulturinteressierte, weil sich hier auch Veranstaltungen jenseits des üblichen Kulturbetriebs fanden. Zurück in Oberhausen startete sie vor zwei Jahren mit ähnlichem Konzept ihr „privates Experiment“ unter dem Titel ruhrgebiet für lau „Ruhrgebiet für lau“. Dabei geht es nicht nur um den ksotenlosen Eintritt. Unbekannten, zum Teil der “freien Szene” zuzuordnenden Künstlern, Musikern, Fotografen, Autoren und Veranstaltern soll auch zu mehr Öffentlichkeit für ihre „mit Müh und Not, z.T. selbstfinanzierten und viel Herzblut umgesetzten Events“ verholfen werden. Pirc-Pätzold: „Bei manchen Veranstaltungen geht am Ende der Hut rum, und glauben Sie mir, auch wenn es heißt “Eintritt frei”, die Leute sind großzügig und geben gerne. Dabei essen sie eine Bratwurst, trinken zwei Bierchen und tragen auch so zur finanziellen Unterstützung bei. Oder es werden bei einer kostenlosen Lesung Bücher verkauft, bei einem Konzert im Anschluss CDs, bei einer Vernissage, das ein oder andere Werk. Wichtig ist aber, dass überhaupt Leute kommen!“ Inzwischen hat das ehrenamtliche Projekt Nachahmer in Bremen und  Düsseldorf gefunden.