Partizipation

Europa.InTakt.2010

Dienstag, 6. Juli 2010

Vom 07. – 09.10.2010 findet in Dortmund der internationale Kongress Europa.InTakt.2010 zum Thema „Teilhabe von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben der Gesellschaft“ statt. Neben Vorträgen und Diskussionen werden etwa zehn Projekte aus mehreren Ländern Europas präsentiert. Zu den ReferentInnen gehören u.a. Ellen Dissanayake, Professorin an der School of Music der University of Washington, Prof. Dr. Max Fuchs, Vorsitzender des Deutschen Kulturrates, Prof. Elisabeth Braun und Prof. Dr. Saskia Schuppener, Alain Goudard (Frankreich) und Brian Laurie (Dänemark). Der Kongress wird von Mittags- und Abendkonzerten begleitet, die Gelegenheit zu Kunstgenuss und Reflexion bieten. Die große Abschlussveranstaltung am 09.10.2010 im Rathaus Dortmund mit den Ergebnissen der künstlerischen Workshops bietet Einblick in die praktische Arbeit und Ausblick zugleich. Weitere Infos zum  Programm und zur  Anmeldung . Dazu eine Liste der  Workshops

Mongolisch, mongolisch

Dienstag, 6. Juli 2010

Seit März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention auch in Deutschland in Kraft. An ihr lässt sich der Wandel des Verständnisses von einem Leben mit Behinderung ablesen: Behinderung wird nicht mehr als „Defizit“ angesehen, sondern als Element der menschlichen Vielfalt. Sie verbietet jede Diskriminierung und verpflichtet die Vertragsstaaten, Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu garantieren. In der Konvention steckt aber insbesondere im Bereich Bildung politischer Zündstoff. Konsequent umgesetzt, würde das darin geforderte inklusive Bildungssystem das gegliederte Schulsystem in Frage stellen. In einem inklusiven Schulsystem müssten sich die schulischen Rahmenbedingungen den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anpassen und nicht umgekehrt. APuZ – Aus Politik und Zeitgeschehen hat dem Thema die Nummer 23/2010 gewidmet. Das Heft als PDF zum runterladen

Illusion oder konkrete Utopie

Dienstag, 8. Juni 2010

„Urteilen können die Bürger der Demokratie selbst“, befand Pius Knüsel auf dem Schlusspodium von Shortcut Europe 2010. Die Zeit sei reif für eine Transformation: „Kulturpolitik verzichtet auf ihren wertautoritären Anspruch, den sie an eine bestimmte Kunst bindet. Sie öffnet sich hin zu allen Kulturen, ohne zu urteilen.

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Positiv Denken

Montag, 17. Mai 2010

Ein Handbuch zur praxistauglichen Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung von strukturellen Diskriminierungen und zur Herstellung von mehr Chancengleichheit haben Katrin Wladasch und Barbara Liegl für Österreich vorgelegt.

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Im Kulturtempel vor Ort

Montag, 3. Mai 2010

Eine erste systematische Bestandsaufnahme der kulturellen Bildung in klassischen Kultureinrichtungen zeigt: viele Angebote verdanken sich privatem Engagement, Migranten sind kaum im Blick. Beklagt wird die fehlende Anerkennung.

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Mehr als Kulturlobbyismus

Montag, 26. April 2010

Kulturpolitik verliert ihre sozialstrukturelle Basis, meint Norbert Sievers, Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft. In Zukunft ist mehr als nur Kulturlobbyismus notwendig.

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Etwas wird sichtbar im Dokumentarfilm

Freitag, 23. April 2010

Seit 2001 sind mehr als 30 Dokumentarfilme zum Thema Schule und Bildung entstanden. Sie erlauben eine Expedition der Zuschauer in das heutige System Schule, das jeder aus sein eigenen Schulzeit genau zu kennen glaubt. Sie bieten überraschende und aktuelle Einblicke in Interaktionen zwischen Lehrern und Schülern, in Motivationen und Selbstbilder, in Rahmenbedingungen und Strukturen des Systems und wie die Menschen sich darin bewegen. Auf dem Kölner Filmforum (27. – 29. Mai 2010) zeigt die Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW (DFI) eine Auswahl. Dazu wird über die sehr unterschiedlichen Aussagen der Filme zur Bildungspolitik in den deutschen Bundesländern diskutiert: zu Lernbedingungen und -situationen in verschiedenen Schultypen und zu globalen Trends wie Migration, die in der Schule sicht- und erlebbar wird. Das vollständige Programm (ab dem 20. April) und weitere Informationen

Kultur öffnet Welten?

Donnerstag, 15. April 2010

Einen weiten Bogen spannt Rainer Treptow, um über die Weltsprachen von Kino, Film und Musik kulturelle Ein- und Ausschlussmechanismen zu thematisieren.

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Kunst auf den Tisch

Mittwoch, 31. März 2010

Lebensmittel Kultur: Kulturlogen in Marburg und demnächst in Berlin organisieren kostenlose Eintrittskarten für Menschen mit geringem Einkommen – in Kooperation mit einigen Tafeln. (mehr …)

Cultural Diversity

Montag, 15. März 2010

Am 16./17. April findet in Paris ein weiteres UNESCO-Treffen zum Thema Kulturelle Vielfalt statt. Es widmet sich der Beziehung zwischen sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung und der Bekämpfung von Armut. Das Symposion „Funding Culture, Managing the Risk” ist Teil einer Serie, die in 2009 mit dem “UNESCO World Forum on Culture and Cultural Industries“ in Monza und dem Symposion “Culture and Development: a response to the challenges of the future?” in Paris begonnen hat. Zwischen dem 16. März und 6. April organisiert die UNESCO dazu eine  Online-Diskussion . Sie soll dazu beitragen, so Françoise Rivière, Assistant Director-General for Culture, Infos zur Sache auszutauschen und erneut das “dynamische Potential kultureller Investitionen für eine nachhaltige Entwicklung, Verringerung von Armut und wirtschaftliches Wachstum deutlich zu machen“. Kulturelle Vielfalt allein macht nicht glücklich, meint dagegen Ayaan Hirsi Ali : „Westliche Feministinnen sollten misstrauisch gegenüber dem Anspruch an kulturelle Vielfalt sein, sofern sie nicht auch im Namen der Kultur unbeabsichtigt Poligamie, Kinderehe, eheliche Vergewaltigung, Ehrenmorde, das Schlagen von Frauen, selektive Abtreibung weiblicher Föten und andere Traditionen rechtfertigen wollen.“