Teilhabe

Teilhabe – ein uneingelöstes Versprechen der Moderne

Donnerstag, 8. Juli 2010

Andreas Kämpf zieht seine Kongressbilanz zu „Shortcut Europe“. (mehr …)

Exklusion als Normalfall

Donnerstag, 8. Juli 2010

Jürgen Baumert, Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und Ko-Autor der eben erschienenen neuen TIMSS-Studie „Der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule – Leistungsgerechtigkeit und regionale, soziale und ethnisch-kulturelle Disparitäten“ fasst deren wenig überraschende Ergebnisse zusammen: „Der Lernerfolg an deutschen Schulen ist noch immer eng an den sozialen Status gekoppelt. Die Chancen von Jugendlichen aus der Oberschicht, ein Gymnasium zu besuchen sind derzeit dreimal so hoch, wie die Gleichaltriger aus Arbeiterfamilien.“ Bundesministerin Annette Schavan (CDU) sieht in der Veröffentlichung „ein Plädoyer für ein noch durchlässigeres Bildungssystem.“ In der Studie schreibt Baumert u.a: „Vor rund 30 Jahren diagnostizierte Heiner Meulemann: ‚Ungleichheit im Bildungssystem ist ein Stück sozialer Realität, Chancengleichheit ein normatives Postulat.‘ Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der (bisherigen) Studien ist diese Feststellung aktueller denn je zuvor. Ausgeprägte soziale Disparitäten im (deutschen) Bildungssystem sind ein gut dokumentierter Befund, an dem kaum mehr gezweifelt wird.“

Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung

Montag, 5. Juli 2010

Rainer Treptow diskutierte  auf der Tagung „Shortcut Europe“, welche Chancen zur Teilhabe Kulturarbeit vermitteln kann. (mehr …)

Ausgrenzung – auch eine Frage der Kulturpolitik?

Montag, 5. Juli 2010

In seinem Eröffnungsvortrag zur Tagung „Shortcut Europe“ erinnert Max Fuchs an die Versprechungen der Moderne und wagt einen Blick in die Realität. (mehr …)

Vermögen in Deutschland

Donnerstag, 24. Juni 2010

Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht seit Langem statistische Erhebung zur deutschen Volkswirtschaft, Finanzströmen und der Vermögensverteilung. Jetzt hat sie ihre „Ergebnisse der gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsrechnung für Deutschland 1991 bis 2009“ herausgegeben, die Interessierten umfassend über Vermögen, Vermögensentwicklung und Verbindlichkeiten unterrichten. Auch aus Sicht der Bundesbänker sind die Unternehmens- und Vermögenseinkommen deutlich gestiegen, während die Arbeitnehmerentgelte ebenso deutlich gesunken sind. Die „Ergebnisse“ lesen

Exklusion und römische Dekadenz

Mittwoch, 9. Juni 2010

Alle seriösen Studien kommen zu dem Ergebnis, schreibt der Politikwissenschaftler und Journalist Andreas M. Bock, „dass es sich bei dem beklagten Leistungsmissbrauch weder um ein Massenphänomen handelt noch der Sozialstaat dadurch finanziell ausgezehrt wird“. Vielmehr lenkten die Klagen über den Sozialmissbrauch von einem „extensiveren Missbrauch in den höheren Etagen der Gesellschaft“ ab. Bock zitiert dabei seinen Kollegen Christoph Butterwege. Den ganzen Artikel lesen

Illusion oder konkrete Utopie

Dienstag, 8. Juni 2010

„Urteilen können die Bürger der Demokratie selbst“, befand Pius Knüsel auf dem Schlusspodium von Shortcut Europe 2010. Die Zeit sei reif für eine Transformation: „Kulturpolitik verzichtet auf ihren wertautoritären Anspruch, den sie an eine bestimmte Kunst bindet. Sie öffnet sich hin zu allen Kulturen, ohne zu urteilen.

(mehr …)

Schulkrise

Donnerstag, 20. Mai 2010

Im Zuge der erregten Reaktionen auf die Zustände in deutschen Schulen hat sich allmählich ein „Schwarzmarkt“ neben dem Bildungssystem herausgebildet. Menschen, die es sich leisten können, engagieren für ihre Kinder zunehmend Nachhilfelehrer, berichtet Christian Geyer in der FAZ . Dabei sind die Kosten für Nachhilfe in der Regel steuerlich noch nicht einmal absetzbar, weil sie zu den „Angelegenheiten des täglichen Lebens“  gehören. Ausnahme: im Falle eines Umzugs aus beruflichen Gründenkönnen sie bis zur Höhe von 1584 Euro geltend gemacht werden.

Interkulturelle Ausrichtung

Donnerstag, 20. Mai 2010

Angesichts der aktuellen Krise geht es in Europa ein neues Gesellschaftsmodells in einem multipolaren Weltsystem. „Dabei geht es um den Grad der Öffnung und, gleichzeitig, der Selbstbestimmung auf der Grundlage eines gemeinsam zu diskutierenden Verhältnisses von Politik und Ökonomie/Ökologie, von Markt und sozialem Ausgleich – letztlich geht es um eine neue Definition von sozialer Marktwirtschaft“, schreibt Gilbert Zibura in der aktuellen Ausgabe der Genshagener Papiere . Die Stiftung Genshagen befasst sich auch mit der „Kunst- und Kulturvermittlung in Europa“. Dazu gehört sowohl der strategische Dialog zwischen Experten, als auch die konkrete künstlerisch-kulturelle Projektarbeit. Im Fokus steht dabei die Pluralisierung der europäischen Gesellschaften, ihre ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt, im Mittelpunkt der Entwicklung ihrer kulturellen Bildungsprojekte stehen: „Die interkulturelle Ausrichtung der kulturellen Bildung ist eine zentrale Herausforderung für alle europäischen Bildungssysteme zur Garantierung der nationalen, aber auch der europäischen Kohäsion.“ Christel Hartmann-Fritsch vertritt die Stiftung bei Short Cut Europe.

Kunst allein reicht nicht mehr!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Für mehr Bereitschaft auch zur sozialen Verantwortung in der Kulturpolitik plädiert Kurt Eichler, Vorsitzender des Fonds Soziokultur.

(mehr …)